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Übergewicht im Kleinkindalter

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15-20 % der Kinder in der Schweiz sind übergewichtig! Welche Vorsichtsmassnahmen kann ich treffen, um das Übergewichtsrisiko meines Babys zu verringern?

3 Minuten Lesezeit Mai 8, 2016

Ihr Baby tankt im Laufe des ersten Lebensjahrs richtig viel Energie, um innerhalb von 12 Monaten durchschnittlich ganze 25 cm zu wachsen. Diese rasant steigende Wachstumskurve verlangsamt sich wieder, sobald Ihr Sprössling zu laufen beginnt. Aus dem pausbäckigen Baby wird in der Regel ein schlankeres Kleinkind. Dieser Verlust an Körperfülle hält bis zum 6. oder 7. Lebensjahr an. Danach kann eine sprunghafte Zunahme an Körpergewicht eintreten, die vorübergehend über dem Zugewinn an Körpergrösse/-höhe liegen kann. 

Wo liegt das Problem? Bei manchen Kindern beginnt diese Zunahme schon mit drei Jahren, was Zeichen für mögliches Übergewicht sein kann. Dieses Risiko kann man leicht umgehen, indem man frühzeitig auf eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Ernährung achtet.
 

Hauptursachen für Übergewicht und Fettleibigkeit

Es gibt viele Studien zu Übergewicht bei Kindern, da dies immer beunruhigendere Ausmasse annimmt. Die möglichen Ursachen dafür können vielfältig sein:
•  unausgewogene, fettreiche Ernährung
•  Naschen zwischen den Mahlzeiten
•  Bewegungsmangel durch hohen Fernseh-, Videospiel- und Computerkonsum
•  genetische Veranlagung

Neben den körperlichen Problemen sollten die Auswirkungen auf die Psyche nicht vergessen werden. Ihr Kind kann Schwierigkeiten haben, sein Übergewicht zu akzeptieren und leidet unter Komplexen. Man weiss sehr gut, dass Klassenkameraden oft kein Blatt vor den Mund nehmen und andere Kinder hänseln. Zum Glück ist es nie zu spät, man sollte möglichst rasch reagieren, sobald eine Tendenz zu kindlichem Übergewicht festgestellt wurde.
 

Mögliche Alarmsignale

Lernen Sie, wichtige Warnsignale zu deuten (aber bitte ohne in Panik zu geraten). Ihr Kinderarzt könnte Ihnen die nachfolgenden Dinge mitteilen:  

•  Die Gewichtskurve Ihres Kindes liegt deutlich über dem nationalen Durchschnitt.
•  Der Body-Mass-Index (BMI = Gewicht/Grösse²) Ihres Kindes übersteigt den Wert von 19 zwischen dem Alter von 3 und 6-7 Jahren.
•  Der zweite "Wachstumsschub" (mehr Gewichts- als Grössenzuwachs) erfolgt früh, etwa im Alter von 3 Jahren statt mit 6 oder 7 Jahren.
 
In jedem Fall ist eine regelmässige ärztliche Beobachtung angebracht, damit die Anzeichen für künftiges Übergewicht nicht unerkannt bleiben.

 

Gute Essgewohnheiten ein Leben lang

Mehrere klinische Studien haben gezeigt, dass präventive Massnahmen gegen Übergewicht und Adipositas umso wirksamer sind, je früher sie ergriffen werden (vor dem zweiten Lebensjahr). Wie kann ich sicherstellen, dass mein Baby lernt, sein Essen zu geniessen und dabei angemessene Mengen zu essen? Halten Sie sich an die Grundsätze einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung sowohl für Ihr Baby als auch für die ganze Familie, indem Sie vor allem die Struktur von vier Mahlzeiten pro Tag einhalten, die in Ruhe und zu regelmässigen Zeiten eingenommen werden.

Achten Sie zunächst auf eine ausreichende Kalziumzufuhr, vor allem in Form von Milch (Mutter- oder Folgemilch), die auch weiterhin die Hauptnahrungsquelle Ihres Kindes darstellt. Achten Sie ausserdem darauf, dass Ihr Kind viel Obst und Gemüse isst (zwei bis drei Portionen pro Tag). Geben Sie ihm die richtige Menge an Eiweiss (Fleisch, Fisch, Eier usw.), wie von Ihrem Arzt empfohlen, um den empfindlichen Körper nicht zu überlasten. Geben Sie Ihrem Kind reichlich Kohlenhydrate (Nudeln, Müsli, Reis usw.), die ihm die langsam verbrennende Energie liefern, die es in dieser intensiven Wachstumsphase braucht, und die den Heisshunger zwischen den Mahlzeiten stillen, der zu Naschereien führen kann.

Wenn Ihr Kind zwischen den Mahlzeiten etwas essen möchte, brauchen Sie kein schlechtes Gewissen zu haben: Gelegentliche Snacks von Zeit zu Zeit sind nicht so schlimm. Limonaden und Süssigkeiten sollten für besondere Anlässe reserviert werden (Kinderfeste, Familientreffen usw.).

Schliesslich hat Ihr Baby jede Menge Energie. Nutzen Sie das aus, gehen Sie mit ihm spazieren und planen Sie viele körperliche Aktivitäten für es ein. Das kann auch dazu beitragen, dass es besser schläft. Ihre Abende werden dadurch umso entspannter sein!

 

Quelle: http://sante-medecine.commentcamarche.net

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